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HISTORISCHER HINTERGRUND Die ersten christlich orientierten Genossenschaften wurden in Italien um das Jahr 1870 gegründet. Von Beginn an waren sie wichtige Instrumente der wirtschaftlichen und sozialen Emanzipation für die Mitglieder, aber auch für das nach sozialer Entwicklung strebende Gemeinwesen. Schon 1880 hatten sich diese christlich geprägten Genossenschaften verankert und übten beträchtlichen Einfluss auf die Entwicklung der italienischen Gesellschaft aus. Ihre Tätigkeit konzentrierte sich auf die Kreditvergabe (landwirtschaftliche Kreditbanken und Handwerksbanken, Genossenschaftsbanken). Der Dachverband der italienischen Genossenschaften (Confederazione Cooperative Italiane) wurde 1919 gegründet. Nach seiner Auflösung durch die faschistische Regierung wurde er auf neuer Grundlage 1945 von Vertretern der katholischen Welt wieder gegründet. 1947 erfuhr das genossenschaftliche Modell und seine gesellschaftliche Funktion in Artikel 45 der italienischen Verfassung offizielle Anerkennung durch den italienischen Staat, und Confcooperative wurde als erstem nationalen Verband die Vertretung, Unterstützung, Prüfung sowie der Schutz der genossenschaftlichen Bewegung übertragen. In den darauffolgenden Jahren verfolgte Confcooperative eine Politik der Berücksichtigung der Bedürfnisse einer sich in gesellschaftlicher, sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht verändernden Welt. Dies führte zu einem kontinuierlichen Anwachsen der Mitgliedschaft, so dass der Dachverband heute die stärkste Organisation in der Genossenschaftsbewegung ist.
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